<

Prof. Reinbert Evers

>

"Ich spiele seit vielen Jahren die Goldinsaiten von Hannabach. Sie zeichnen sich durch eine sehr gute Intonationsqualität aus, exzellent dabei ist die dritte Saite. Der Klang ist brillant, der Schliff der Basssaiten elegant, die Haltbarkeit ist länger als bei Saiten anderer Hersteller."

Prof. Reinbert Evers
 

Reinbert Evers, geboren in Dortmund / Deutschland, studierte Gitarre an der Robert Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf bei Maritta Kersting und setzte sein Studium bei Karl Scheit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien fort. Er beendete an beiden Akademien sein Studium mit dem Konzertexamen „mit Auszeichnung“. Er studierte parallel die Fächer Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. 1976 nahm er einen Ruf als Professor für Gitarre an der Musikhochschule Münster an. 1980 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Dortmund.

Sein profundes Verständnis von klassischer wie auch zeitgenössischer Musik hat ihn zu einem vielgefragten Künstler auf nationaler wie auch internationaler Ebene gemacht. Evers ist regelmäßig Gast bedeutender Festivals und Konzertreihen. Seine beeindruckende Diskographie und zahlreiche Rundfunkaufnahmen reichen von Johann Sebastian Bachs Lautenwerke über die Komponisten des 19. Jahrhunderts bis zur Musik von heute. Dieser vielseitige Künstler hat auch ein großes Interesse an Kammermusik.

Sein spezielles Interesse an neuer Musik machte ihn zu einem der einflussreichsten Gitarristen von heute. Evers brachte mehr als 140 neue Kompositionen zur Uraufführung, Solowerke, Kammermusik und auch Konzerte für Gitarre und Orchester. Die Uraufführung der „Royal Winter Musik II“ von Hans Werner Henze 1980 in Brüssel machte seinen Namen auch international bekannt. Komponisten wie z.B . Dieter Schnebel, Manfred Trojahn, Luca Lombardi, Jens Peter Ostendorf, Sidney Corbett, Anatol Vieru, Bojidar Dimov, Bojidar Spassov, Osvaldas Balakauskas, Anatolijus Senderovas, Onute Narbutaite, Peteris Vasks, Edison Denisov, Guo Wenjing, Shi, Jo Kondo und Xiaoyong Chen schrieben Stücke für ihn.

Im Auftrag des deutschen Goethe-Institutes unternahm er Konzertreisen durch fast alle europäischen Länder, Nord- und Südamerika sowie Ost- und Westafrika. Seit 1990 war er oft in Osteuropa zu Gast (Russland, Baltische Staaten, Rumänien, Bulgarien, Polen, Ukraine, Tschechien, Ungarn, Georgien) sowie auch in Ost-Asien (China, Japan, Korea, Mongolei). Zahlreiche internationale Meisterklassen machten ihn als einen der wichtigsten und stimulierenden Lehrer bekannt. 1998 und 2000 war er Dozent bei den Ferienkursen des Internationalen Musikinstituts Darmstadt.

In Ergänzung zu seinen Aufnahmen von Solowerken sowohl der älteren als auch neuen Musik beschäftigte sich Evers in den letzten Jahren auch intensiv mit der Produktion von Kammermusik und Konzerten für Gitarre und Orchester. Es entstanden eine Neuaufnahme des „El Cimarron“ von Hans Werner Henze, zwei CDs mit Neuer Musik für Gitarren-Duo und eine Aufnahme mit dem kanadischen Flötisten Robert Aitken. Eine Aufnahme mit neuer Gitarrenmusik aus dem Baltikum folgte. Mit dem St. Christopher Chamber Orchestra Vilnius unter der Leitung von Donatas Katkus produzierte er zeitgenössische Konzertstücke für Gitarre und Kammerorchester. Zur Zeit entsteht in dieser Konstellation die Aufnahme aller bekannten Gitarrenkonzerte des frühen 19. Jahrhunderts, zwei CDs sind davon bereits veröffentlicht. Unter dem Titel „Mirage“ erschien im Herbst 2007 eine CD mit Kompositionen für Gitarre und Kammerorchester aus dem Baltikum, die auf Anregung von Reinbert Evers entstanden sind (Balakauskas, Esenvalds, Korvits und Senderovas). Im Mai 2006 brachte Evers im Rahmen des 1. Internationalen Gitarrenfestivals Münster drei Konzerte der Komponisten Senderovas, Korvits und Esenvalds mit dem St. Christopher Chamber Orchestra / Donatas Katkus zur Uraufführung.Im Oktober 2008 hob er im Rahmen des Eröffnungskonzertes des dritten internationalen Gitarrenfestivals Münster Kompositionen für Gitarre und Kammerorchester von Madeleine Ruggli, Xavier Dayer, Roland Freisitzer und Peter Köszeghy aus der Taufe. Seine Partner waren wiederum das St.Christopher Chamber Orchestra und der Dirigent Donatas Katkus. 2011 erfolgte zusammen mit dem Cellisten Matias de Oliveira Pinto die Uraufführung des Doppelkonzertes für Cello, Gitarre und Kammerorchester von Jeffrey Ching in Erfurt..

 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Reinbert Evers intensiv mit der neuen Musik aus dem Baltikum und aus Ost-Asien.

Mit dem Flötisten Robert Aitken, dem Perkussionisten Mircea Ardeleanu, dem Cellisten Matias de Oliveira Pinto besteht ebenso eine enge Zusammenarbeit wie mit dem St. Christopher Chamber Orchestra Vilnius.

Von 1995 bis Ende 2008 leitete Reinbert Evers als Dekan die Musikhochschule Münster (vormals Abteilung der Hochschule für Musik Detmold). Er war Gründer und künstlerischer Leiter des „Europäischen Musikfestes Münsterland“ (1999 – 2001). Als Vorsitzender der „Gesellschaft für Neue Musik Münster“ setzt er sich mit großer Energie für Projekte der Neuen Musik ein. 2005 gehörte er zu den Mitbegründern der Gesellschaft „proGitarre e.V.“ in Münster.

Reinbert Evers war mitverantwortlich für das Programm der „KlangZeit-Festivals“ in Münster 2000 – 2008, ist künstlerischer Leiter des internationalen Gitarrenfestivals „St. Christopher Guitars“ in Vilnius, Lithuania und Programmberater des Internationalen Gitarrenfestivals Münster sowie der Münsterland-Festivals „pART1-5/2005-2009. Er war Kurator des NRW-Festivals „scene: estonia, latvia, lithuania in nrw 2006“.

Prof. Reinbert Evers is playing the following Hannabach Strings:

Social Media